Reinigung von textilem, außenliegendem Sonnenschutz

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Markisen, Sonnensegel oder Sonnenschirme stellen besondere Anforderungen an die Reinigung.

Sonnenschirme reinigenTextiler Sonnenschutz im Außenbereich dient nicht nur als Schattenspender, sondern auch als Regenschutz. Wind und Wetter setzen dem Material daher besonders zu. Schmutz, Feuchtigkeit oder Pflanzenteile können, in Verbindung mit starker Sonneneinstrahlung, in relativ kurzer Zeit hochwertigen Sonnenschutz äußerst unansehnlich werden lassen. Wartet man mit der Reinigung zu lange, kann die Verschmutzung das Material beschädigen und eine Reinigung wird unmöglich. Dann hilft nur noch der komplette Austausch des Stoffs.

Zu den Klassikern in der Verschmutzung von außenliegendem, textilem Sonnenschutz zählen Stockflecken. Stockflecken entstehen durch Feuchtigkeit und führen zu einer oft bräunlichen Verfärbung des Materials in Verbindung mit der Entstehung von Schimmelpilzen. Oftmals werden z.B. Markisen eingefahren, obwohl sie noch nicht vollständig abgetrocknet sind. Dadurch wird die Bildung von Stockflecken erheblich beschleunigt. Daher treten Stocklecken besonders bei Markisen und Sonnensegeln auf, unter Umständen schon 2-3 Jahre nach der Neuanschaffung. Der Kunde wendet sich dann bezüglich der Reinigung fragend an seinen Lieferanten, der diesem Problem meistens hilflos gegenübersteht. Zahlreiche Versuche z.B. mit dem Hochdruckreiniger in Verbindung mit der falschen Chemie, oder dem mühseligen Abreiben mit einem Schwamm, haben in der Vergangenheit oft nicht die gewünschten Ergebnisse geliefert. Am Ende stand dann der kostspielige Austausch des Tuchs.

Selbst Stockflecken können entfernt werden

„Das muss aber nicht sein“, erläutert uns Jens Fritsche, 2. Vorsitzender des VDS-Verband Deutscher Sonnenschutzreiniger e.V. „Die Reinigung von Markisentüchern oder Sonnensegeln ist ein heikles und oft unterschätztes Thema. Nach vielen Jahren der Sonneneinstrahlung sind die Nähte oftmals angegriffen und können beim Reinigungsprozess reißen, oder hartnäckige und eingetrocknete Flecken, wie etwa Vogelkot, können nicht mehr vollständig entfernt werden. Durch Feuchtigkeit im eingerollten Zustand entstandene Stockflecken können beim Reinigungsvorgang Löcher verursachen“, so Fritsche. „Daher ist es ratsam hier Expertenmeinung einzuholen um abzuschätzen, ob sich eine Reinigung noch lohnt. An Markisentücher werden besondere Ansprüche gestellt. Zum einen sollen Sie die Terrasse beschatten, aber gleichzeitig genug Wärme durchlassen, dabei lichtecht, wasserfest, langlebig und natürlich ein optisches Highlight sein. Die meisten Markisentücher (hierunter fallen natürlich auch Sonnensegel und Balkontücher) werden aus Acrylstoff, d. h. aus spinndüsengefärbtem Garn, hergestellt. Ist die Verschmutzung noch keine Materialveränderung, oder anders gesagt, wartet man mit der Reinigung nicht zu lange, können erstaunlich gute Ergebnisse erzielt werden.“
Generell wird unterschieden zwischen der direkten Reinigung vor Ort und der externen Reinigung des Tuchs im ausgebauten Zustand. Das heißt Demontage, Reinigung und Wiedermontage des Markisentuchs bzw. des Sonnensegels, was in der Regel die deutlich besseren Reinigungs-ergebnisse erzielt. Die Entscheidung, wo gereinigt wird, ist abhängig vom jeweiligen Verschmutzungsgrad. Bei nur leichter Verschmutzung kann mittels eines Hochdruckreinigers und entsprechender Chemie durchaus vor Ort gereinigt werden. Ist das Tuch aber bereits stärker verschmutzt oder fleckig, muss der Stoff extern gereinigt werden, weil nur hier bestimmte Faktoren zur professionellen Reinigung, inklusive der Wiederimprägnierung, zur Anwendung kommen können.
Wie bei allen Reinigungsgütern müssen auch beim textilen Sonnenschutz die Grundlagen professioneller Reinigung berücksichtigt werden. Man sprich hier vom Sinner`schen Kreis. Der Sinner`sche Kreis beschreibt die gegenseitige Beeinflussung von Chemie, Temperatur, Zeit und Mechanik auf das Reinigungsgut. Voraussetzung, um z.B. ein Markisentuch professionell zu Reinigen, ist daher natürlich fachliches Know How bezüglich des Materials und dessen Beschichtungen. „Der VDS setzt hier hohe Maßstäbe an die fachliche Qualifikation seinen Mitgliedsbetriebe“, erläutert uns Jens Fritsche.

sonnenschutzreinigung-markisen

Um Sonnensegel, – Schirme oder Markisentücher zu reinigen bedarf es, neben umfassender Materialkenntnisse, auch der entsprechenden Reinigungstechnik. So werden große Tücher in eigens dafür gebauten Spezialwannen eingeweicht und anschließend in großen Maschinen gewaschen. Unter Einwirkung speziell entwickelter Chemie können sogar Stockflecken wieder entfernt werden. Im Anschluss an die Reinigung erfolgt dann die Imprägnierung des Stoffs. Hierzu muss der PH-Wert des Wassers neutralisiert werden, damit der Stoff die Imprägnierung mittels einer Fluorcarbon-Beschichtung wieder annimmt. Anschließend wird das Material in großen Trocknern getrocknet, um durch die Wärmeeinwirkung die Imprägnierung zu aktivieren. „Oft überraschen selbst uns die Ergebnisse. Auch stark verschmutzte Tücher werden bei der richtigen Anwendung wieder sauber“, so Fritsche.
Letztlich ist die Frage, ob sich eine Reinigung lohnt, natürlich immer eine Kosten/Nutzenfrage. „Bei hochwertigem Sonnenschutz, wie z.B. den meisten Sonnensegeln, macht der Quadratmeter- Reinigungspreis in der externen Reinigung ca. 15% des Neuanschaffungspreises aus zzgl. der Montage. Besonders im gewerblichen Bereich, in dem oft Markisen, Sonnensegel oder Sonnenschirme mit Werbeaufschriften bedruckt sind, ist die Reinigung in der Regel deutlich preiswerter als ein Tuch neu zu kaufen und anschließend wieder bedrucken zu lassen. Die Relation zwischen Neuanschaffungs- und Reinigungspreis spricht hier eindeutig für die Reinigung“, meint Jens Fritsche.


Markisen, Sonnensegel und Sonnenschirme werden von uns auch per Versand gereinigt.

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